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edito 3/98



Jugendliche sollen sich, will man den (sich in der EU-Frage selbst gleichschaltenden) Medien glauben, besonders für die EU begeistern. Wer's für wahr hält, und sich vielleicht als Jugendlicher entsprechend verhält, um "dabei" zu sein, ist schon Opfer von Propaganda geworden. Es gibt in der Tat keinen inhaltlichen Link von Jugend und ewig-gestriger EU-Begeisterung. Potentielle Aufsteiger in die mobilen Mittelschichten werden natürlich für die EU ausflippen - und da sie sich bereits als Jugendliche medial besser in Szene setzen können als ausbildungsmässig schlechter gestellte potentielle Verlierer der EU-Integration, können sie damit den Anschein erwecken, ihre Sonderinteressen seien jugendliches Allgemeininteresse. Wieso sollten sich Jugendliche für weniger demokratische Selbstbestimmung, mehr Gerangel um Arbeitsplätze, Abbau im Ausbildungssystem, Verteilung des Reichtums zu Gunsten der Kapitaleigner, ein friedensgefährdendes Grossmachtsprojekt, Lastwagenlawine und Verschleiss von Rohstoffen begeistern lassen? Es gibt dafür keinen Grund - entsprechend denn auch in den meisten Staaten die Einstellungen der Jugendlichen zur EU-Integration. Je jünger und weiblicher, desto EU-kritischer! Laut EU-Grössen muss sich die EU propagandistisch vor allem der Jugend widmen, da diese am wenigsten Resistenz gegen EU-Propaganda aufweise (siehe Artikel von Glenn Foster). Glücklicherweise erweist sich ein grosser Teil der Jugendlichen solchen Attacken ältlicher Herren in Brüssel gegenüber als relativ widerstandskräftig. Verständlicherweise - es geht ja um die eigene Zukunft!

Paul Ruppen

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