Die Arbeit analysiert am Beispiel der Grenzregion Oberrhein den Einsatz und die Ziele von Evaluation in der Grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die durch die verschiedenen Akteure erstellten Evaluationen der Interrreg-I Programme und die Zwischenevaluationen der Interreg-II Programme Oberrhein-Mitte-Süd werden gegenübergestellt und beurteilt. Es wird der Frage nachgegangen, ob und inwieweit die Ergebnisse der Evaluationen verwertet wurden. Dazu machte der Autor 1999 eine Fragebogen-Erhebung bei den Projektmitarbeitern der Interreg-Programme. Die Befragung ergab, dass der Bekanntheitsgrad der Ergebnisse frührer druchgeführter Programmevaluationen gering ist. Eine Korrektur als Ergebnis der Evaluation, die bei der Zwischenevaluation erklärtes Ziel war, konnte deshalb nicht stattfinden. Dies kontrastiert mit der Grundeinstellung der Befragten zu Evaluationen der Programme an sich. Evaluationen werden als Instrument des Ziel- und Projektmanagements als auch als der Qualitätssicherung gesehen.
Drewello, H., Evaluationsmethodik der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: Das Beispiel Oberrhein, Schriftenreihe des Instituts für Öffentliche Dienstleistungen und Trourismus, Beiträge zur Regionalwirtschaft 4, Bern, Haupt, 2002.
