Das Buch richtet sich an in Praxis und Wissenschaft tätige Personen, die in den
komplexen und vielschichtigen Bereichen des Europarechts einen schnellen und
zuverlässigen Zugang zu den massgeblichen primären und sekundären
Rechtsquellen sowie zu den Materialien und neuesten Entscheidungen finden
wollen. Unter "Europarecht" wird das Recht aller europäischen Organisationen
verstanden: EU, EWR, Recht des Europarates, der EMRK, der OECD, der NATO,
der OSZE. Das Hauptgewicht der Buches liegt indessen klar auf der EU, der die
ersten 700 Seiten des 850 starken Buches gewidmet sind. Neben dem
institutionellen Recht der EU (Organe und Rechtsetzungsverfahren der EU,
Rechtsquellen der EU, Rechtsschutzsystem der EG, Verhältnis von Landesrecht
und EU-Recht, EWR, EU und Drittstaaten, EU im Völkerrecht, EU und WTO)
werden die Grundfreiheiten der EG-Wirtschaftsordnung (Freier Warenverkehr,
Personenverkehr, Dienstleistungsverkehr, Kapital- und Zahlungsverkehr) und
ausgewählte Politiken der EU behandelt: Wettbewerbspolitik, Steuerrecht,
Gesellschaftsrecht, Wirtschafts- und Währungspolitik, Arbeits- und Sozialpolitik,
Agrarpolitik, Umweltpolitik, Schutz von Grund- und Menschenrechten,
Gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik, Zusammenarbeit in den Bereichen
Justiz und Inneres. In den letzten Teilen des Buches werden der Europarat (Teil 2)
sowie OECD und OSZE (Teil 3) behandelt. Laut den Autoren gibt es zwar bereits
ein reiches Schrifttum zum Europarecht. Neben den zahlreichen Monographien zu
Einzelaspekten und verschiedenen Lehrbüchern und Kommentaren habe aber eine
Zusammenstellung von Entscheidungen, Materialien und Rechtsquellen der
wichtigsten europäischen Organisationen gefehlt. Diese Lücke versuchen sie mit
dem vorliegenden Buch zu Füllen.
Stephan Breitenmoser, unter Mitarbeit von Stefan P. Bühler, Praxis des
Europarechts, Zürich, Schulthess, 1996.
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